Letzter PV-Fördercall im alten System mit 38,5 Millionen Euro ausgestattet
Das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) hat den letzten Fördercall für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher im bisherigen EAG-System deutlich aufgestockt. Das teilte Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner mit. Statt ursprünglich acht Millionen Euro stehen nun 38,5 Millionen Euro bereit, die Ticketziehung dafür startete am 8. Oktober. Der Call läuft noch bis 22. Oktober.
Die zusätzlichen Mittel stammen aus Restgeld früherer Fördercalls, das durch nicht oder nur teilweise umgesetzte Projekte frei wurde. Laut BMWET erreicht das gesamte Fördervolumen für PV-Anlagen und Speicher im Jahr 2026 damit 128,5 Millionen Euro. Beim zweiten Call dieses Jahres standen rund 28.000 Anträgen Mittel für etwa 3.000 Projekte gegenüber.
Ab 2027 wird das Fördersystem grundlegend geändert. Statt einzelner Calls mit Ticketziehung soll es eine laufende Antragstellung nach Fertigstellung der Anlage mit Schlussrechnung geben. Damit sollen Fördermittel nicht mehr für Projekte reserviert bleiben, die später nicht umgesetzt werden. Vorgesehen ist zudem ein Speicherbonus für neue und nachgerüstete Speicher, der ein intelligentes Energiemanagementsystem voraussetzt. Die entsprechende Gesetzesnovelle befindet sich laut Zehetner in Ausarbeitung und benötigt im Parlament eine Zweidrittelmehrheit.
Was das für Haushalte bedeutet
Wer eine PV-Anlage oder einen Speicher plant, kann die letzte Förderung im alten System noch bis 22. Oktober beantragen. Ab 2027 entscheidet nicht mehr Schnelligkeit beim Antrag, sondern die tatsächliche Fertigstellung des Projekts über den Zugang zur Förderung.