Neue Plattform zeigt Österreichs Abhängigkeit von fossilen Energieimporten
Österreichs Energie und die Österreichische Energieagentur haben kurz vor dem Nationalfeiertag die Online-Plattform „Kompass Energieunabhängigkeit“ vorgestellt. Sie zeigt erstmals gesammelt, wie viel Energie Österreich selbst erzeugt, woher Importe stammen und welche Kosten und Risiken damit verbunden sind. Die Plattform ist ab sofort unter oesterreichsenergie.at/kompass abrufbar.
TeilenWhatsAppFacebookLinkedInXE-MailLaut den Herausgebern erzeugte Österreich 2025 rund 155 Terawattstunden Energie selbst, den größten Teil davon aus Bioenergie und Wasserkraft. Trotzdem stammen 96 Prozent des verbrauchten Erdöls, 93 Prozent des Erdgases und die gesamte Kohle aus dem Ausland. Gas kommt seit 2025 vor allem über Deutschland und Italien, Rohöl zu einem großen Teil aus Kasachstan.
Diese fossilen Importe kosteten Österreich in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt rund zehn Milliarden Euro pro Jahr, heißt es in der Aussendung. Michael Baminger, Präsident von Oesterreichs Energie, verweist darauf, dass sich mit dieser Summe jährlich rund 1.000 Windräder errichten ließen. Auch Speicher spielen laut Kompass eine Rolle: Die Gasspeicher waren im Oktober zu rund 69 Prozent gefüllt, ein Teil der Mengen gehört jedoch ausländischen Kunden.
Was das für Haushalte bedeutet
Solange Österreich einen Großteil seiner Energie importiert, bleiben Haushalte laut Österreichs Energie von Weltmarktpreisen und internationalen Krisen abhängig. Mehr heimische erneuerbare Erzeugung soll diese Abhängigkeit langfristig verringern.