Stromabgabe könnte ab Jänner deutlich steigen
Die Energiepreise in Österreich sind im September deutlich stärker gestiegen als die allgemeine Inflation. Das meldet die Österreichische Energieagentur auf Basis von Daten der Statistik Austria. Treibende Kraft sind vor allem Heizöl und Treibstoffe, während Strom derzeit noch günstiger ist als vor einem Jahr.
TeilenWhatsAppFacebookLinkedInXE-MailHeizöl kostete im September um 63,1 Prozent mehr als im Vorjahr, Diesel verteuerte sich um 42,3 Prozent und Superbenzin um 25,5 Prozent. Auch Holzpellets wurden deutlich teurer. Strom lag dagegen noch um 9,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, zog gegenüber August aber bereits wieder leicht an.
Zum Jahreswechsel droht laut Meldung eine zusätzliche Belastung bei Strom: Die derzeit gesenkte Elektrizitätsabgabe läuft Ende Dezember aus. Ohne Verlängerung steigt sie für private Haushalte von 0,1 auf 1,5 Cent pro Kilowattstunde. Die Branchenvertretung Oesterreichs Energie warnt deshalb vor einem neuen Preisschub bei Strom. Über eine Verlängerung wird laut Bericht in der Regierung noch verhandelt, offen ist vor allem die Finanzierung der Maßnahme.
Was das für Haushalte bedeutet
Bleibt die Elektrizitätsabgabe auf dem regulären Niveau, verteuert sich Strom ab Jänner spürbar – unabhängig von möglichen Änderungen bei Energiepreis und Netzgebühren. Haushalte mit eigener PV-Anlage spüren das vor allem beim zugekauften Reststrom, etwa in den Wintermonaten mit geringerer Eigenerzeugung.