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Verbände kritisieren geplante Netzentgelte-Regeln für Batteriespeicher

Die Regulierungsbehörde E-Control plant eine Systemnutzungsentgelte-Grundsatzverordnung, die regelt, wie Netzgebühren für Batteriespeicher berechnet werden. Das teilten die Verbände PV&B Austria, Windkraft Österreich und der Bundesverband Energiespeicher mit. Sie kritisieren den Entwurf scharf und werfen der Behörde vor, Fachleute aus der Branche bei den letzten Schritten nicht mehr eingebunden zu haben.

Veröffentlicht am 16.10.2026

Redaktionell geprüft am 16.10.2026

Laut den Verbänden seien im Begutachtungsverfahren über 1.000 Seiten an Stellungnahmen eingebracht worden. Die finale Fassung sei aber offenbar in nicht öffentlichen Verhandlungen entschieden worden. Die Organisationen sprechen von einer „Batterieverzögerungs-Verordnung“ und befürchten, dass die Regelung den Ausbau von Speichern in Österreich bremst, statt ihn zu beschleunigen. Das verstärke bestehende Flexibilitätslücken im Stromsystem und könne Netzengpässe sowie Systemkosten erhöhen.

Als Vorbild nennen die Verbände Deutschland, wo der Bund die netzentlastende Wirkung von Speichern bei den Netzgebühren bereits anerkennt. Laut einer Studie des Fraunhofer IEE habe das dort zu jährlichen Einsparungen für Stromkunden geführt. Die österreichischen Verbände fordern deshalb, Batteriespeicher bei den Netzentgelten mit Pumpspeichern gleichzustellen, und verweisen darauf, dass die Höhe der Abgaben die Wirtschaftlichkeit von Speicherprojekten maßgeblich beeinflusst. Sie appellieren an die Regierung, für Planungssicherheit zu sorgen und die geplanten Nachbesserungen nicht erst im Lauf des nächsten Jahres vorzunehmen.

Was das für Haushalte bedeutet

Wie hoch die künftigen Netzentgelte für Batteriespeicher ausfallen, beeinflusst auch die Kosten und die Amortisationszeit von Heimspeichern. Fällt die Verordnung für die Branche ungünstig aus, könnte sich die Anschaffung eines Speichers für private Haushalte langsamer rechnen als erhofft.

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